Einheitliche Prüfungsanforderungen Informatik der KMK

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Inhaltsverzeichnis

Einheitliche Prüfungsanforderungen
Informatik

Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 01.12.1989 i. d. F. vom 05.02.2004

Inhaltsverzeichnis

Festlegung für die Gestaltung der Abiturprüfung

Fachpräambel
  1. Fachliche Inhalte und Qualifikationen
    • Fachliche und methodische Kompetenzen
    • Fachliche Inhalte
  2. Anforderungsbereiche
    • Allgemeine Hinweise
    • Fachspezifische Beschreibung der Anforderungsbereiche
  3. Schriftliche Prüfung
    • Allgemeine Hinweise
    • Aufgabenarten
    • Hinweise zum Erstellen einer Prüfungsaufgabe
    • Beschreibung der erwarteten Prüfungsleistungen (Erwartungshorizont)
    • Bewertung von Prüfungsleistungen
  4. Mündliche Prüfung
    • Aufgabenstellung
    • Kriterien für die Bewertung
    • Fünfte Prüfungskomponente

Aufgabenbeispiele

  1. Aufgabenbeispiele für die schriftliche Prüfung
    • Ausführlich kommentierte Beispiele für das Leistungskursfach
    • Ausführlich kommentierte Beispiele für das Grundkursfach
    • Weitere Beispiele für das Leistungskursfach
    • Weitere Beispiele für das Grundkursfach
  2. Aufgabenbeispiele für die mündliche Prüfung

Fachpräambel

„[...] Informatik ist die Wissenschaft, die sich mit der systematischen Darstellung, Speicherung und Übertragung von Information sowie der automatisierten Verarbeitung mit Computern befasst. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung formaler, maschinell durchführbarer Verfahren zur Lösung von Informationsverarbeitungsproblemen und der Bewertung des Einsatzes dieser Verfahren hinsichtlich Chancen und Risiken. Die Informatik spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechniken. Überall im beruflichen und privaten Leben, in Wissenschaft und Wirtschaft kommen komplexe Systeme zur Informationsverarbeitung zum Einsatz, deren Leistungsfähigkeit und Weiterentwicklung oft den Fortschritt bestimmen. Durch den Einsatz weltweiter Netze wird Information in einem bisher nicht bekannten Maße erschlossen.

Der Informatikunterricht in der gymnasialen Oberstufe leistet einen spezifischen Beitrag zur Allgemeinbildung, indem er den Erwerb eines systematischen, zeitbeständigen und über bloße Bedienerfertigkeiten hinausgehenden Basiswissens über die Funktionsweise, die innere Struktur sowie die Möglichkeiten und Grenzen von Informatiksystemen ermöglicht. Dadurch wird deren sinnvolle, kompetente und verantwortungsbewusste Nutzung und Beurteilung ermöglicht. Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit den Denkweisen vertraut, die den Informations- und Kommunkationstechniken zugrunde liegen, und lernen dadurch auch deren prinzipielle Chancen und Risiken einzuschätzen.

Neben der Vermittlung von grundlegenden Kompetenzen, die sich durch Allgemeingültigkeit und Zeitbeständigkeit auszeichnen, entwickelt der Informatikunterricht übergeordnete Kompetenzen weiter und stellt Arbeitsweisen und Methoden bereit, die im Alltag, in Studium und Beruf sowie in Wissenschaft und Wirtschaft erforderlich und von Nutzen sind. So lernen die Schülerinnen und Schüler Ordnungsprinzipien kennen, die zur Orientierung in einer hoch komplexen, vernetzten Welt beitragen und die bei der Erschließung der rasch fortschreitenden Entwicklungen auf dem Sektor der Informationstechnologie, aber auch in vielen anderen Bereichen helfen.

Informatische Methoden wie das Strukturieren, das systematische Zerlegen komplexer Systeme in überschaubare Teile, das Formalisieren und Interpretieren fördern und fordern die Abstraktionsfähigkeit und das Erfassen logischer Zusammenhänge. Bei der Modellbildung, die bei der Konstruktion und Analyse von Informatiksystemen eine entscheidende Rolle spielt, üben die Schüler in besonderem Maße, eine Situation von verschiedenen Standpunkten aus zu beurteilen; die systematische Überprüfung und kritische Beurteilung der Ergebnisse sowie des gewählten Modells fördern die Fähigkeit zu konstruktiver Kritik. Gleichzeitig werden die für den erfolgreichen Einsatz des Computers nötige Sorgfalt, Genauigkeit und Ausdauer gefördert.

Diese Ziele bedingen einen Informatikunterricht, bei dem problem-, handlungs- und projektorientiertes Arbeiten im Vordergrund stehen. Die enge Verzahnung der Informatik mit Anwendungen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Technik oder auch Verwaltung spiegelt sich insbesondere in der Wahl der Beispiele wider. Da je nach Art des Anwendungszusammenhangs unterschiedliche Betrachtungsweisen notwendig sind, beschäftigen sich die Schüler dementsprechend im Lauf des Unterrichts mit verschiedenen Modellierungstechniken und Betrachtungsweisen, die sie bei zunehmend komplexen, umfangreichen Aufgabenstellungen anwenden. Es wird deutlich, dass die Informatik Erkenntnisse anderer Disziplinen nutzt, dass umgekehrt aber Denkweisen und Verfahren in anderen Gebieten vielfältig zur Anwendung kommen und so auch andere Disziplinen beeinflusst werden.

Die Lösung eines komplexen informatischen Problems impliziert außerdem Teamorientierung und arbeitsteiliges Vorgehen, wodurch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbereitschaft gefördert werden.

Die spezifischen fachlichen und methodischen Kompetenzen, die im Informatikunterricht erworben werden und für die Abiturprüfung zur Verfügung stehen müssen, sind im Einzelnen in Abschnitt 1.1 beschrieben.

Zur Sicherung eines einheitlichen und angemessenen Anforderungsniveaus in den Prüfungsaufgaben enthalten die Einheitlichen Prüfungsanforderungen für das Fach Informatik

  • eine Beschreibung der Prüfungsgegenstände, d. h. der nachzuweisenden Kompetenzen sowie fachlichen Inhalte, an denen diese Kompetenzen eingefordert werden sollen,
  • Kriterien, mit deren Hilfe überprüft werden kann, ob eine Prüfungsaufgabe das anzustrebende Anspruchsniveau erreicht,
  • Hinweise und Aufgabenbeispiel für die Gestaltung der schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie zu alternativen Prüfungsformen.

[...]“

Quellen im Internet

Persönliche Werkzeuge