Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft / Uni Hamburg

Material zum Studienreformtag am 5.2.

26.02.10 (Bachelor-Master, Bildungspolitik, Hochschulpolitik, Texte, Uni Hamburg, Veranstaltung, Videos)

Das Referat  für ‘Qualität und Recht’ (Referat 31) der Uni Hamburg hatte für den 05.02.2010 von 10:00 – 17:00 zu einem “Studienreformtag” ins Audimax eingeladen:

Nachdem an der Universität Hamburg über einige Semester hinweg Erfahrungen mit Bachelor- und Masterstudiengängen gesammelt wurden, ist es nun an der Zeit, diese Erfahrungen systematisch auszuwerten. Die Einbindung der Studierenden ist dabei unverzichtbar, weil Sie als unmittelbar Betroffene viele positive und negative Erfahrungen in den Prozess der Weiterentwicklung der Studiengänge einbringen können. (aus dem Einladungstext)

So wurde eine der Forderungen der Audimax-Besetzer_innen des vergangenen Jahres an das Uni-Präsidium, nämlich die, nach der Durchführung einer “universitätsweiten und hochschulöffentlichen Studienreformkonferenz innerhalb des Wintersemesters”, immerhin ansatzweise erfüllt. Der Zeitpunkt am Ende der Klausurenphase am letzten Tag der Vorlesungszeit war allerdings nicht dazu angetan, besonders vielen Studierenden die Teilnahme zu ermöglichen. So waren der Einladung auch insgesamt nur ca. 60 Personen gefolgt.

Das Programm des Tages wurde von Vizepräsident Holger Fischer eröffnet, der seine Kompetenzen im Schönreden demonstrierte. Anschließend referierten zwei Mitarbeiter_innen des Referats für ‘Qualität und Recht’ über rechtliche Rahmenbedingungen und “Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Studiengänge an der UHH”. (Eine hilfreiche Übersicht über rechtliche Vorgaben, die im Zusammenhang der Studiengestaltung derzeit von Bedeutung sind, hat ein Mitarbeiter des Referats 31 zusammengestellt. Diese ist hier zu finden.) Anschließend wurde grundsätzliche Kritik an dem Zustandekommen und dem Ablauf der aktuellen “Studienreform” geübt und von Vertreter_innen verschiedener Fachbereiche und Fachschaftsräte aus fachspezifischer Sicht die unterschiedliche Situation geschildert und diskutiert.Am Nachmittag referierte u.a. ein Mitglied des studentischen Akkreditierungspools über seine Tätigkeit bei der Akkreditierung von Studiengängen…

Es ist ein Video- und ein Audio-Mitschnitt der Vorträge und Diskussionen des Tages verfügbar, allerdings nur aus dem Uni-Netz (siehe Infos ganz unten):

  • Audio-Mitschnitt: download (117 MB, 285 Min., WAV, 56 Kbit/s)
  • Video-Mitschnitt (höhere Qualität): download (1,8 GB, 600 x 480 px, Flash-Video)
  • Video-Mitschnitt (niedrigere Qualität): download (1,1 GB, 600 x 480 px, Flash-Video)
    • (Der Mitschnitt des Nachmittagsprogramms beginnt in den Videos bei 1:35:30.)

Der Redebeitrag der Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft und Geschichte zum Studienreformtag findet sich hier: download (84 KB, PDF)

Von Interesse für diejenigen, die sich an der Auseinandersetzung um den Bologna-Prozess und die Bachelor-Master-Studiengänge weiterhin beteiligen möchten, dürfte die Veranstaltungsreihe “Forum Studienreform” des Referats für ‘Qualität und Recht’ sein, in der ab Februar 2010 an jedem dritten Donnerstag im Monat von 16-18h Vorträge und Diskussionen angeboten werden. Das Programm findet sich hier.

Die Mitschrift der im Laufe der Veranstaltung aufgeworfenen Punkte, die vom Referat ‘Qualität und Recht’ am 23.02. an die Fachschaftsräte geschickt wurde, findet sich hier.

Die Auseinandersetzung geht weiter…

Vom 16. – 18. Juni wird an der Fakultät EPB als Fortsetzung der “Kleinen Kritischen Bachelor-Konferenz” eine Konferenz unter dem Titel “Schöne neue Bildung” – Konferenz zur kritischen Reflexion der gegenwärtigen Hochschulgestaltung und zur Entwicklung emanzipatorischer Alternativen stattfinden, die derzeit von einer Vorbereitungsgruppe mit Studierenden und Lehrenden vorbereitet wird. Wer nähere Informationen dazu wünscht, kann sich gerne per Mail an die FSRe Erziehungswissenschaft wenden.

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Infos zum Download aus dem Uni-Netz: Der Download funktioniert von jedem beliebigen Rechner innerhalb des Uni-Netzwerks, bspw. in einem PC-Pool. Er kann jedoch auch von zu Hause gestartet werden. Dafür sind nur zwei Dinge erforderlich:
  1. Die Installation eines VPN-Clients wie dem VPN-Client, der hier auf der Homepage des Rechenzentrums (RRZ) verfügbar ist und die Einwahl mit der persönlichen Kennung.
  2. Die Konfiguration der Proxy-Server-Einstellungen des eigenen Internet-Browsers. Wie das angestellt werden kann, wird vom RRZ für den Internet Explorer hier und Firefox hier erläutert.

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ARD Panorama zu “Wir wollen lernen”

22.02.10 (Bildungspolitik, Videos)

Das ARD-Magazin Panorama hat am 18.02. einen sehenswerten Beitrag zu der Kampagne “Wir wollen lernen” gesendet, der auf http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama408.html nachzusehen ist.

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Redebeitrag d. FSR Erzwiss. + FSR Geschichte anlässlich des Studienreformtags

05.02.10 (Bachelor-Master, Bildungspolitik, Dokumentation, FB Erziehungswissenschaft, Hochschulpolitik, Uni Hamburg)

Warum Mensch nicht in den Bachelor passt … eine Erinnerung der ewig Gestrigen

Redebeitrag der Fachschaftsräte Geschichte und Erziehungswissenschaft beim Studienreformtag 05.02.10

Die Fachschaftsräte Geschichte und Erziehungswissenschaft eint, dass wir die Bachelor/Master Einführung von Anfang an abgelehnt und bekämpft haben. Deshalb wirken wir auch in den Gremien für die Überwindung besonderer Härten.

Initiatoren dieser Studiendeform sind auf europäischer und bundesebene Unternehmerverbände und konservative Parteien.

Diese haben mit der Einführung von Bachelor und Master bestimmte Ziele verbunden, nämlich die Trennung der Studierenden in Masse und Elite und die inhaltliche Ausrichtung der Studiengänge an den Forderungen des Arbeitsmarktes in einer Zeit massiver sozialer Deregulierung und Privatisierung. Der öffentliche Bildungsauftrag der Universität ist damit vom Tisch: Die Universitäten sollen ausschließlich Ausbildungsstätten sein.

Angetrieben durch diffuse Aufstiegs- und Sicherheitsversprechen sollen sich die Studierenden eigenverantwortlich und scheinbar freiwillig selbst optimieren, in sich investieren und – just in time – den Erwartungen der späteren Arbeitgeber anpassen – ABK macht’s angeblich möglich, was Sinn macht oder erwünscht ist, ist egal, weil: unrealistisch. Hauptsache, es rechnet sich später, irgendwann, vielleicht, hoffentlich, lebenslänglich.

Wir pauken – sie profitieren?

Alles, was Bachelor und Master kennzeichnet, dient nur diesem Zweck und hat keine letzte wissenschaftliche oder soziale Begründung: Übergangsquoten, Leistungspunkte, Noten, Module, strikte Anwesenheitspflicht, Regelstudienzeit, ABK und STINE sind nur formaler Kitt für ein unhaltbares und ungewolltes System, sind Zwangsmittel zur ökonomistischen Disziplinierung.

Sie müssen weg. Wir wenden uns gegen dieses Studiensystem, weil es ein Klima der Angst und Konkurrenz produziert, was einen Überbietungswettbewerb der Anpassungsleistungen nahe legt.

Arbeitsmarktorientierung führt zur Fremdbestimmung.

Vom Menschen abstrahierende Normen – Noten, Leistungspunkte, Prüfungen – bzw. die willkürlichen oder technokratischen Entscheidungen von Lehrenden und Verwaltung greifen tief in den universitären Alltag ein.

Sofern dies akzeptiert wird, dominiert der Kampf um Bestehen oder Versagen im System und nicht eine gegenseitig förderliche Lernkultur, die auf das Allgemeinwohl zielt. Das eng gebundene zeitliche und inhaltliche Korsett fordert die kritiklose Reproduktion vorgefertigter Wissenshappen – nicht offene Erörterung, wissenschaftlichen Meinungsstreit und hilfreiche Kritik.

Die Lehrenden werden zum Wachpersonal degradiert. Leistungs- und Anwesenheitskontrolle sind das Gegenteil von Lernförderung und sozialer Anteilnahme und übrigens auch von demokratischer Seminargestaltung und Seminarkritik.

Die unternehmerische Universität wird zunehmend geflohen. Dies ist auch kein Wunder, wenn Studierende nur da sind, um schnellstmöglich wieder zu gehen, das Verdrängen gesellschaftlicher Lebensumstände zur Qualität erhoben und regelmäßig evaluiert wird. Und schließlich – die Kapazitäten sind begrenzt. Geld fällt nicht vom Himmel. Sagt die Wissenschaftsbehörde. Zu uns, erst recht zu den Gebührenboykotteuren an der Kunsthochschule – aber nicht zu den Managern der HSH Nordbank. Dafür haben wir kein Verständnis. Vielleicht sollte man uns doch länger lernen lassen?

Das alles ist ein Verlust an Kultur, humanem Sinn und gesellschaftlichem Nutzen.

Autonome Seminare und kritische Auseinandersetzung in den Wissenschaften, verbindliches Engagement in Gremien und Fachschaften oder in sozialen Bewegungen stehen oft unter dem Vorbehalt rastloser und ratloser Büffelei.

So nutzlos waren Studenten noch nie.

Wir finden, dass die Universität für ein besseres Menschsein bestimmt ist. Sie sollte wieder Ort der Erörterung gesellschaftlich relevanter Fragen sein, zu denen sich ohnehin alle positionieren:

Legitimiert die Geschichte eine neue deutsche Normalität oder meinen wir es ernst mit Nie wieder Krieg? Wollen wir wirklich Eine Schule für alle oder Bildungsprivilegien für wenige? Sind Historiker akademische Entertainer? Lehrer die Vermittler der Guten Ordnung? Sind Mittelalterstudien nur das Basiswissen für Rollenspiele oder geben sie Aufschluss über die Veränderbarkeit des Heute? Ist Multikulturalität ein Karrieresprungbrett oder Anregung zur internationalen Solidarität? Ist Lernen ein soziales Verhalten oder ein neurobiologischer Prozess? Ist Mensch eigentlich Subjekt oder Objekt? Regelt der Markt die beste aller Welten oder ist der Mensch für den Kapitalismus einfach nicht geschaffen?

Unser fachspezifisches Fazit ist: Geschichte, Menschen und sogar das Bachelor/Master-System sind von Menschen gemacht. Da geht noch einiges.

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Aufzeichnung der Redebeiträge der “Kleinen kritischen Konferenz zur gegenwärtigen Lehr- und Studiensituation” online

05.02.10 (Bachelor-Master, FB Erziehungswissenschaft, Hochschulpolitik, Uni Hamburg, Veranstaltung)

Die Redebeiträge, die anlässlich der “Kleinen kritischen Konferenz zur gegenwärtigen Lehr- und Studiensituation” am 25.01.2010 gehalten wurden, sind auf dem FSR-Blog über folgenden Link als Video-Mitschnitt  online verfügbar:

http://webapp5.rrz.uni-hamburg.de/fsr-db/wordpress/?page_id=599

Kim Krugmann hat ein Protokoll der Konferenz zur Verfügung gestellt, das einen Überblick über die Inhalte der Beiträge und den Verlauf der Diskussion gibt. Dieses ist hier verfügbar:

Die Vorbereitung der Konferenz geht auch in der vorlesungsfreien Zeit weiter. Weitere Informationen geben wir gerne per Mail.

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Kleine Kritische Konferenz an der Fakultät EPB zur gegenwärtigen Lehr- und Studiensituation am 25.01. ab 10:00

18.01.10 (Aktion, Bachelor-Master, Bildungspolitik, FB Erziehungswissenschaft, Hochschulpolitik, Uni Hamburg, Veranstaltung, stud. Initiative)

Die Fakultät EPB führt im Wintersemester 2009/10 eine Konferenz zur kritischen Auswertung des Bachelorsystems durch. Die Konferenz beschränkt sich nicht auf die Reform der Bachelor- und Masterstudiengänge, sondern diskutiert auch die Möglichkeiten und Voraussetzungen des Ausstiegs aus dem Bachelor- bzw. Mastersystem.
(aus dem Beschluss des Fakultätsrats EPB am 22.07.2009 – siehe www.fsr-erzwiss.de)

Im Zuge des Bologna-Prozesses wurden auch an unserer Fakultät nach und nach alle Studiengänge auf das Bachelor- / Master-System umgestellt. Die Kritik von Studierenden als auch von Lehrenden an diesem Studiensystem und der Protest dagegen hat sich in den vergangenen Semestern nicht nur an unserer Universität, sondern u.a. im Rahmen des Bildungsstreiks, bundes- und europaweit verbreitet.
Sowohl die Arbeitsbedingungen am Fachbereich als auch die Studienstruktur und damit das Verständnis vom Studium an sich haben sich grundlegend verändert: eine entmündigende Studienstruktur, mangelnde Selbstbestimmung bei der Auswahl von Studieninhalten, zunehmender Druck durch eine absurde Fülle von Prüfungen sind nur einige Beispiele dafür. Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar!

BaMa an der Fakultät EPB
Da es an unserer Fakultät keinen angemessenen Ort gab und gibt, an dem das überstürzt eingeführte und alles verändernde System in irgendeiner Weise reflektiert werden kann, stellten die FSRe Erziehungswissenschaft im Sommersemester 09 einen Antrag an den Fakultätsrat EPB in dem u.a. die Durchführung einer Konferenz zur kritischen Auswertung des Bachelorsystems im Wintersemester 09/10 gefordert wurde. Dieser wurde einstimmig angenommen.
Da für die Vorbereitung einer Konferenz, in der sich inhaltlich fundiert unter verschiedenen Aspekten mit dem BAMA-System auseinandergesetzt werden soll, wegen des laufenden Uni-Betriebs im Wintersemester nicht genügend Vorbereitungszeit war, wurde beschlossen, dass im Wintersemester eine Kleine Konferenz und im kommenden Sommersemester eine mehrtägige Große Konferenz stattfinden soll.
Seit Anfang des Wintersemesters gibt es für die Vorbereitung der kleinen Konferenz Arbeitstreffen, an denen sich Lehrende und Studierende beteiligen. Gleichzeitig widmen sich Arbeitsgruppen verschiedenen Teilaspekten der Thematik.

Am Dienstag den 19.1.10 findet ein weiteres Vorbereitungstreffen statt (R515).
Die „Kleine Konferenz“ wird am Montag, den 25. Januar ab 10 Uhr in VMP8 stattfinden.

Tagesplan:

  • 10:00 bis 12:00 Uhr – Konferenzphase: Lehrende und Studierende positionieren sich zu den Gründen, Grenzen und Problemen der gegenwärtigen Lehr- und Studiensituation
  • bis 13:00 Uhr: Mittagspause
  • ab 13:00 Uhr: Workshopphase: Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen (z.B. Entstehungsgeschichte des Bolognaprozesses, Auswirkungen und Folgen des Bolognaprozesses, Rechtliche Rahmenbedingungen / Kurzfristige Forderungen, Alternative Universität, Bildungsbegriff im Neoliberalismus

Wer Interesse hat, sich an der Vorbereitung zu beteiligen, ist herzlich zu den Treffen und in den Commsy-Projektraum „Kritische Bachelor-Konferenz“ eingeladen.

Die Vorbereitungsgruppe „Kritische Bachelor-Konferenz“

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Aufzeichnung Morus Markard – “Aufstiegschancen für alle oder Emanzipation?” (14.12.09)

06.01.10 (Bildungspolitik, Dokumentation, Texte, Veranstaltung, Videos)

Am 14.12.09 war Morus Markard auf Einladung der Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) zu Gast im PI und hat dort ein Referat mit dem Titel “Aufstiegschancen für alle oder Emanzipation?” gehalten. In seinen Ausführungen kritisierte er die derzeitigen Reformen des Bildungssystems und die Ökonomisierung der Bildung. Wir haben den Vortrag als Video dokumentiert und stellen ihn hier zur Verfügung.

Das zweiseitige Handout von Morus Markard findet sich hier als zweiseitiges PDF.

download Video (FLV) (Rechtsklick, Ziel speichern unter, Öffnen z.B. mit dem VLC Player)

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Mo., 11.01. – 16:00 – Vollversammlung der Tarifinitiative der stud. Beschäftigten an der Fakultät EPB

05.01.10 (Aktion, FB Erziehungswissenschaft, Hochschulpolitik, Termin, Uni Hamburg, Veranstaltung, stud. Initiative)

An der Uni Hamburg ist Ende vergangenen Jahres eine Initiative studentischer Beschäftigter gegründet worden, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen will. In diesem Zusammenhang hatten bereits im vergangenen Jahr Vollversammlungen studentischer Beschäftigter an den Fakultäten Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften (MIN) und Geisteswissenschaften stattgefunden.

Am kommenden Montag, den 11.01. findet nun um 16 Uhr eine VOLLVERSAMMLUNG DER  STUDENTISCHEN BESCHÄFTIGTEN IN DER FAKULTÄT EPB im Hörsaal ESA K statt.

Worum geht es?

Es gibt derzeit keinen Tarifvertrag für an Universitäten und Fachhochschulen tätige Studierende. Vielmehr existiert eine Vielzahl von Beschäftigungsarten auf Grundlage unterschiedlichster Verträge – z.B. Tutorenverträge mit verschiedenen Stunden- und Vergütungssätzen, wissenschaftsnahe Verwaltungstätigkeiten, Hilfskraftstellen sowie studentische Angestelltenverhältnisse.

In den meisten Verträgen ist weder die Rede von Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und dergleichen. Auch eine Personalvertretung gibt es nicht! Im regulären öffentlichen Dienst wäre dies undenkbar.

Das Gegenbeispiel dafür ist Berlin. Berlin ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder und damit nicht der sogenannten TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder)-Richtlinie unterworfen. Nach einem massive Streik der Tutor_innen konnte dort die geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen abgewendet und ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte an den Berliner Hochschulen durchgesetzt werden.

Dieser beeinhaltet mittlerweile u.a.:

  • einen Stundenlohn von 10,98 € (inkl. 0,13€ Urlaubsgeld)
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Personalvertretung durch studentischen Personalrat
  • Öffentliche Ausschreibung aller Stellen
  • Verträge von i.d.R. 40 Stunden / Monat über meist 4 Semester Laufzeit

Da wir dies für angemessene Forderungen halten, und der derzeitige Stundenlohn von 7,72 € seit 1993 nicht erhöht, sondern von ursprünglich 8,02 € im Rahmen der Arbeitszeiterhöhung im öffentlichen Dienst sogar abgesenkt wurde, unterstützen wir als Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft die Initiative der studentischen Beschäftigten und engagieren uns innerhalb der Gesamtuniversität für einen Tarifvertrag, der mindestens die Berliner Eigenschaften aufweist.

Der Aufruf zur Vollversammlung findet sich hier als PDF-Dokument (Rechtsklick, Ziel speichern unter) und kann gerne weiterverbreitet werden.

Es existiert auch ein Entwurf für eine Resolution, die auf der VV diskutiert und verabschiedet werden sollte. Der Entwurf findet sich hier (Rechtsklick, Ziel speichern unter).

Weitere Informationen und Kontaktinformationen finden sich auf http://studentischebeschaeftigte.wordpress.com.

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Beschlüsse des Fakultätsrats EPB zur Kritischen Bachelor-Konferenz

16.12.09 (Bachelor-Master, Bildungspolitik, FB Erziehungswissenschaft, Fakultätsrat, Hochschulpolitik, Uni Hamburg)

Heute sind von studentischen Vertreterinnen zwei Anträge im Zusammenhang mit der im Juli beschlossenen und derzeit in der Planung befindlichen Kritischen Bachelor-Konferenz im Fakultätsrat EPB eingebracht worden. Beide wurden angenommen, der erste mit einigen wenigen Enthaltungen und der zweite einstimmig. Für die nächste Fakultätsratssitzung (im Januar) ist ein TOP “Große Kritische Bachelorkonferenz” angekündigt. Wir dokumentieren hier die Anträge:

1. „Kleine Konferenz“ Ende Januar als Vorbereitung der „Großen Kritischen Bachelor- Konferenz“ Ende des SoSe 2010

Der Fakultätsrat möge beschließen,
die  Rahmenbedingungen für die Durchführung der „Kleinen Konferenz“ als Vorbereitung der „Großen Kritischen Bachelor- Konferenz“ Ende des SoSe2010 zu schaffen. Die „Kleine Konferenz“ soll am 26.01.2010 stattfinden.
Die Struktur dieser „Kleinen Konferenz“ soll an die des Dies Academicus angelehnt sein und den bisher noch nicht an der Vorbereitung der „Großen Konferenz“ beteiligten Studierenden und Lehrenden die Möglichkeit bieten, sich aktiv am Prozess der inhaltlichen Auseinandersetzung und konkreten Planung zu beteiligen.

Auf der „kleinen Konferenz“ sollen die bereits bestehenden inhaltlich arbeitenden Arbeitsgruppen ihre Zwischenergebnisse vorstellen sowie den Arbeitsprozess für alle Studierenden und Lehrenden der Fakultät öffnen und alle aktiv einbeziehen.Studierende und Lehrende sollen für diesen Tag von der regulären Seminargestaltung freigestellt werden (d.h. reguläre Seminare sollen an diesem Tag nicht stattfinden) und sich an den Aktivitäten der „Kleinen Konferenz“ beteiligen.

2. Vorbereitung der „Großen Kritischen Bachelor- Konferenz“ Ende des SoSe2010

Der Fakultätsrat möge beschließen,
alle Lehrenden aufzurufen und zu ermutigen, das kommende  Sommersemester für die Vorbereitung der beschlossenen großen kritischen Bachelorkonferenz zu nutzen. Dies kann durch die inhaltliche Umgestaltung der regulären Seminare geschehen, durch die Beteiligung an Arbeitsgruppen oder die Mobilisierung aller Mitglieder der Fakultät.

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Raul Zelik – “Vermessung der Utopie” – Mitschnitt des Vortrags

14.12.09 (Bachelor-Master, Bildungspolitik, Hochschulpolitik, Kommerzialisierung, Multimedia, Studiengebühren, Uni Hamburg, Veranstaltung, Videos)

Am vergangenen Mittwoch Nachmittag war Raul Zelik im besetzten Audimax zu Gast und hat zu dem neuen Buch, das Elmar Alvater und er gemeinsam verfasst haben – “Die Vermessung der Utopie – Mythen des Kapitalismus und die kommende Gesellschaft” – referiert.
Weitere Informationen und das Buch selber als PDF-Dokument gibt es auf der Homepage www.vermessung-der-utopie.de.
Von seinem sehr sehenswerten Vortrag existiert ein Mitschnitt, den wir hier zum Download und unten zum direkten Anschauen auf unserer Seite zur Verfügung stellen:

Downloads

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Mitschnitt des Vortrags von Torsten Bultmann zur “Exzellenzinitiative als Ideologie” (08.12.09)

09.12.09 (Bachelor-Master, Dokumentation, Hochschulpolitik, Kommerzialisierung, Studiengebühren, Veranstaltung, Videos)

Am 08.12.09 war Torsten Bultmann, Geschäftsführer des BdWi (Bund demokratischer Wissenschaftler_innen) im Rahmen der vom FSR Germanistik organisierten Ringvorlesung “Baustelle Universität” zu Gast an der Uni Hamburg und hat ein Referat zum Thema “Die Exellenzinitiative als Ideologie und Politik zur Neukonstruktion der deutschen Hochschullandschaft” gehalten – ein sehr interessanter Vortrag, besonders vor dem Hintergrund des zum neuen Uni-Präsidenten gewählten Dieter Lenzen, der als Präsident der FU Berlin diese zu einer “Elite-Uni” gemacht hat und Ähnliches mit der Uni Hamburg vorhaben könnte/dürfte…

Ein Mitschnitt (insg. 75 Min.) des ca. 30-minütigen Referats und der anschließenden Diskussionfindet sich hier zum Download: http://webapp5.rrz.uni-hamburg.de/fsr-db/Video/BultmannExzellenzinitiative_08.12.2009_(320×240).flv (~ 250 MB)

Hier auch als Streaming Video zum direkten Anschauen:

Hier der Link zu einem Vortrag von Torsten Bultmann zum Thema “Hochschulen im Umbau – die Eckpfeiler der Veränderung. Eine politische Folgenabschätzung”.

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